Bagua Zhang
BaGua Zhang entspringt im Urgrund auch der Philosophie des Taiji, nur hat sich das BaGua Zhang spe-
zialisiert auf die Wandlungen an sich. Alles im Universum besteht aus Yin und Yang und deren Be-
ziehungen. Dieses Verhältnis ist von einem zum anderen Augenblick nie gleich. Kein Moment ist exakt
wiederholbar. Was vergangen ist, wird so nimmer mehr sein. Alles wandelt sich ständig. Das Einzige was
beständig bleibt, ist der Wandel selbst.
Veranschaulicht wird dieses Phänomen durch BaGua (Ba = acht, Gua = Trigramme). Die acht Trigramme
werden dargestellt durch die Kombination aus insgesamt sechs durchgehenden bzw. gebrochenen Linien.
Sie werden im I Ging beschrieben als die acht Wandlungsphasen (Erde, Berg, Wasser, Wind, Donner, Feuer,
See und Himmel). Sie versinnbildlichen den immerwährenden Wandel aller Dinge - von Yin zu Yang und
von Yang wieder zu Yin. Dieses Schema wird in Form von Grundübungen, den Ba Zhang (acht Handflächen)
geübt, die in einer Art Gehmeditation kreisförmig, auf die Mitte ausgerichtet geübt werden. So sind sehr run-
de, kreisförmige und spiralige Bewegungen charakteristisch für die Formen des BaGua Zhang. Dadurch wird
erlernt, sich nicht auf eine bestimmte Richtung festgelegt zu bewegen, sondern in alle Richtungen frei agieren
zu können. Auch hier, wie in allen inneren Kampfkünsten, ergibt sich durch die Umsetzung des Wandlungs-
prinzips des Taiji eine sensible Anpassungsfähigkeit an jegliche Situationen.